Münchner Schulpreis 2018 – neu

Das Referat für Bildung und Sport und Teile der Jury haben eine Neukonzeption des Münchner Schulpreises erarbeitet, die der Stadtrat abgesegnet hat. Neu ist, dass das bisher 7. Qualitätsmerkmal „Ganztägige Bildung“ in die sechs anderen Merkmale eingearbeitet wurde.

Neu ist auch, dass der Preis alle zwei Jahre verleihen wird und im jeweils alternierenden Jahr ein „Münchner Forum“, an dem die nominierten und Preisträgerschulen teilnehmen können, stattfinden wird. Dort werden relevante Module zur Schulentwicklung entstehen und den Münchner Schulen eine Möglichkeit zur Vernetzung gegeben. 2019 wird das Forum zum ersten Mal tagen.

Bewerben können sich alle Münchner Schularten, egal ob in kommunaler, staatlicher oder privater Trägerschaft.

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Vorruhestand von Lehrkräften in Bayern

Immer mehr LehrerInnen gehen in Bayern vorzeitig in den Ruhestand.

2013 waren es noch 1239, 2017 gingen 2883 früher in Rente Pension. Die Gründe liegen für Hauptschulblues auf der Hand: Probleme Allein gelassen werden mit der Inklusion, neue Lehrpläne, die auf Kompetenzen setzen statt auf Wissen und Zusammenhänge. Sozialpädagogische Aufgaben nehmen einen großen Teil der Lehrertätigkeit ein. Das machen viele nicht mehr mit.

Auch die Zahl der Lehrkräfte, die vorzeitig dienstunfähig werden, steigt. Aber Lehrergesundheit war ja noch nie Thema. Das war eher Thema für einelne Schulleitungen.

Hauptschulblues hörte nach 40 Jahren mit 64 auf. Aber das hatte Gründe, die hier nicht erläutert werden müssen.

Von neuem Antisemitismus in Schulen

467.000 Ergebnisse gibt es, wird dieser Begriff gegoogelt.

Ein aktuelles Thema also. Und in der Tat, so schreiben Zeitungen, ist „Jude“ wieder ein gängiges Schimpfwort auf Pausehöfen. Sogar in Grundschulen. Wobei jeder weiß, dass Kinder nur nachplappern, was sie zu Hause hören.

„Magst du Zyklon B?“ wurde auf einen Zettel geschrieben und einem Grundschüler in die Schultasche gesteckt. Eine grausige Art zu mobben.

Der Zentralrat der Muslime will Imame in Schulen schicken, um der aufkeimenden Hetze entgegen zu wirken.

Eine Idee wäre auch, Elternabende zu diesem Thema zu veranstalten. Denn, wie gesagt, der Antisemitismus ist in den Elternhäusern daheim, nicht primär in den Schulen.

taz

DLF

Hauptschulblues hört:

The Holy Modal Rounders: Indian War Whoop (1967)

The Holy Modal Rounders:

Peter Stampfel – fiddle, banjo, electric fiddle, violin, vocals

Steve Weber – guitar, vocals

Side one deals with psychedelic guitar and fiddle jams to radically altered interpretations of traditional folk songs.

Side two is less experimental as it focuses on retaining the freak out style of their past albums. Michael Hurley (vocals, guitar, fiddle, banjo) joins for the album.

Seelische Widerstandsfähigkeit und Kraft in Krisen …

… von 15-jährigen Jugendlichen erforschte die OECD auf Basis der PISA-Daten von 2015.

Resilienz nennt sich die seelische Widerstandsfähigkeit, im Gegensatz zur Vulnerabilität. Und viele Jugendliche mit Migrationshintergrund sind in deutschen Schulen unglücklich. Das zumindest meint die OECD mit ihrer neuesten Studie herausgefunden zu haben. In 35 Ländern wurde anhand der Bereiche Naturwissenschaften, Lesen und Mathematik untersucht, wie gut sich Jugendliche mit Migrationshintergrund in ihren Schulen integrieren, wie wohl sie sich fühlen bzw. wie groß die Schulangst ist, immer im Vergleich zur jeweiligen muttersprachlichen Altersgruppe. Etwa 30 % der 15-jährigen in Deutschland haben Migrationshintergrund und gerade die fallen in Deutschland stark hinter die Schüler ohne ausländische Wurzeln zurück. In anderen Gegenden der Welt ist es gerade umgekehrt: Singapur, Katar, Jordanien, Montenegro und Rußland beispielsweise zeigen, dass Jugendliche, die im Ausland geboren wurden, besser abschnitten als einheimische. Allerdings sind in Deutschland zugewanderte Jugendliche wesentlich besser motiviert als die deutsche Vergleichsgruppe.

Bildungserfolg hängt auch bei dieser Untersuchung von der sozialen Schicht ab, sowie von der Bildungsnähe der Eltern, der zu Hause gesprochenen Sprache und der Kultur und den Anstrengungen des jeweiligen Staates.

Hier ein Kommentar von Anna Lehmann aus der taz vom 20.03.2018.

Kein Platz für Satire, sondern für die Wahrheit

Die taz veröffentlicht auf ihrer letzten Seite, der „Wahrheit“, seit Jahrzehnten Satire. Heute, am 17.03.2018, veröffentlichte sie auf dieser Seite Wahrheiten über die AfD, die einen in dieser geballten Form gruseln lassen.

„… Da ist der Berliner AfD-Abgeordnete Kay Nerstheimer, der syrische Flüchtlinge als „widerliches Gewürm“ und Homosexuelle als „degenerierte Spezies“ bezeichnet; da ist der Vorsitzende der AfD Sachsen-Anhalt, André Poggenburg, der Türken „Kümmelhändler“ und „Kameltreiber“ nennt und der „linksextreme Lumpen“ von deutschen Hochschulen verbannen und praktischer Arbeit zuführen will.

Da ist die vielzitierte Dresdner Rede des Thüringer AfD-Chefs Björn „Landolf“ Höcke, der erklärt, Deutschland habe „sich ein Denkmal der Schande in das Herz seiner Hauptstadt gepflanzt“, und der eine „erinnerungspolitische Wende um 180 Grad“ fordert – kurz: der die Entnazifizierung ungeschehen und die Lehren aus dem Nationalsozialismus vergessen machen will. Geradeso wie es sein Bundesvorsitzender Alexander Gauland bereits tut, der stolz sein möchte auf die Leistung deutscher Soldaten im Zweiten Weltkrieg – also den Überfall auf Polen, Frankreich und die Sowjetunion, das Massaker von Babyn Jar an mehr als 30.000 jüdischen Männern, Frauen und Kindern, auf jene tapferen Kameraden, die an vorderster Front selbstverständlich auch Auschwitz und Buchenwald verteidigt haben.

Da ist der baden-württembergische Landtagsabgeordnete Wolfgang Gedeon, den man gerichtsfest einen Holocaustleugner nennen darf und der die Stolpersteine zum Gedenken an die Judenverfolgung abschaffen will. Da ist der „kleine Höcke“ aus Dresden, der sächsische Bundestagsabgeordnete und Richter Jens Maier, der von der „Herstellung von Mischvölkern“ in Deutschland fabuliert und der Verständnis für den norwegischen Rechtsterroristen Anders Breivik äußert, der nur „aus Verzweiflung heraus zum Massenmörder geworden“ sei.

Sympathien für Rechtsterrorismus hegt auch der Rostocker AfD-Mann Hans Arppe, der über den Terrorverdächtigen Jan Hendrik H. schreibt: „Der Typ würde perfekt in unsere Reihen passen. Er hasst die Linken, hat einen gut gefüllten Waffenschrank in der Garage und lebt unter dem Motto: Wenn die Linken irgendwann völlig verrückt spielen, bin ich vorbereitet.“ Fürderhin ergeht sich Arppe in ausschweifenden Gewaltfantasien: „Das ganze rotgrüne Geschmeiß“ solle man „aufs Schafott schicken. Und dann das Fallbeil hoch und runter, dass die Schwarte kracht.“ Für die „widerlichen grünen Bolschewisten“ solle man eine „Grube ausheben, alle rein und Löschkalk oben rauf“.

Der Kreisverband Salzgitter feierte das Ergebnis der Bundestagswahl auf Face­book mit den Worten: „Die nächste Phase im Krieg gegen dieses widerwärtigste System, das je auf deutschem Boden existierte, nimmt nun ihren Anfang.“ Rund 50 Landtags- und Bundestagsabgeordnete der AfD wiederum waren laut Medienberichten Mitglieder der rechten Facebook-Gruppe „Die Patrioten“, in der unter anderem eine Fotomontage geteilt wurde, bei der das Gesicht Anne Franks auf eine Pizzaschachtel der Marke „Die Ofenfrische“ montiert worden war. Das ist der Humor des Terror-Trios NSU, der das an Monopoly angelehnte Brettspiel „Pogromly“ vertrieb. …“ (Ausschnitt aus der  taz vom 17.03.2018, Seite 40)

Und: Diese Zitatensammlung ist nur ein Teil der Wahrheit.