Hauptschulblues las

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Bremer Gymnasium wehrt sich gegen Inklusion

Eine Bremer Schulleiterin wehrt sich gegen Inklusion an ihrer Schule.

Kommt sie damit vor Gericht durch, so hat das fatale Konsequenzen.

2006 bereiste Vernor Muñoz als als UN-Sonderberichterstatter für das Recht auf Bildung mehrere Tage Deutschland (er war auch in München). Sein daraufhin veröffentlichter Bericht kritisiert stark die frühe Trennung der Schüler im deutschen dreigliedrigen Schulsystem sowie die Diskriminierung von Schülern mit Behinderungen und mit Migrationshintergrund. Damit stieß er die Inklusionsdebatte und die daraus folgenden Änderungen an. Wenn jetzt ein Gericht der Schulleiterin Recht gibt, so würde sich die deutsche Rechtssprechung über die der UN hinweg setzen.

Bei aller berechtigten Kritik daran, wie die Inklusion an deutschen Schulen bisher umgesetzt wurde: Mit minimalem Sach- und Personalaufwand. Man könnte fast meinen, es sei ein Scheitern geplant.

Cook and Chill

Kochen und Kühlen – auf eine unmittelbare Essensausgabe wird verzichtet.

Hauptschulblues hatte an seiner Schule einen Caterer, der, nicht weit weg, ausgewogene, fertig gekochte Mittagessen auslieferte, zum Preis von 3,70 €. Der hat sich leider aus den Lieferverträgen mit der Landeshauptstadt München zurückgezogen, weil er die Auflagen des Stadtrates nicht mehr erfüllen will. Die Devise ist „Cook & Chill“, und Auslieferung dreimal wöchentlich. Das aufgewärmte Zeug soll den Kindern schmecken. Heute war in der SZ ein Beitrag über einen Caterer, der eine Fruchtfliege und eine Küchenmotte mitlieferte.

Nun ja, kann passieren, ist ja auch nicht so schlimm, bestimmte Gourmetrestaurants bieten schon Insekten an.

Hauptschulbluesens Schule hat mittlerweile zu einem bundesweiten Player gewechselt, der „Appetit“ verspricht.

Kindermenü König wird sein hochwertiges Essen, verbunden mit guter Betreuung, weiter an private Einrichtungen liefern. Und die Firma expandiert.

Notenlücken wegen Lehrkräftemangel

Es darf nicht wahr sein, ist es aber.

In 600 Schulen aller Schularten Thüringens fehlen Noten, vor allem in den Fächern Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik.

Es ist skandalös. Der Grund dafür ist, dass bestimmte Fächer nicht so unterrichtet wurden, dass ein Notenbild entstehen konnte. Man stelle sich eine/n SchülerIn vor, der/die einen technischen Beruf ergreifen will, aber im Fach Mathe oder Informatik keine Note vorweisen kann.

Lehrkräftemangel und ausgesetzte Noten sind jedoch nicht nur das Problem Thüringens. Es wäre ungerecht, dieses Dilemma nur einem Bundesstaat zuzuweisen.

1/4 der Lehrlinge brechen die Ausbildung ab

Wen wundert`s, schaut man genauer hin. Die Abbruchquoten sind bei KöchInnen und Restaurantfachkräften sehr hoch: Der Grund sind wohl die Arbeitszeiten.

Im Friseurhandwerk sieht es ähnlich aus. Hier ist möglicherweise die schlechte Bezahlung eine Ursache. Begründet wird das seit Jahrzehnten mit dem zu erwartenden Trinkgeld.

Und bei Sicherheitsfachkräften liegt die Quote bei über 50 %. Hauptschulblues wundert das nicht. Er machte die Erfahrung, dass sich hierfür schlechter qualifizierte Jugendliche bewerben, die auch keine hohe Frustrationstoleranz besitzen. Außerdem spielen auch hier die für Heranwachsende ungünstigen Arbeitszeiten eine Rolle.