Wildbienen

Es gibt in Deutschland etwa über 500 verschiedene Arten von Wildbienen, im Süden ungefähr doppelt so viele wie in Schleswig-Holstein.

Die Arten unterscheiden sich durch Größe, Färbung und Musterung, sind aber vielfach nur schwer bis zur Art bestimmbar. Sie zeigen Längen zwischen 1,3 Millimetern und drei Zentimetern. Die bekanntesten Arten sind die verschiedenen Hummeln.

 Rotpelzige Sandbiene

Sehr unterschiedlich sind die die bevorzugten Nahrungspflanzen und Nistplatzanforderungen. 3/4 von ihnen nisten im Boden. Viele Wildbienen sind auch auf eine einzige Pflanzenart oder Gattung angewiesen.

Teilsiedlerproblematik

Copyright Paul Westrich

Da ich mein Bienenvolk nicht mehr im Garten haben konnte (plötzliche Allergie der betreuenden Imkerfreundin) wandte ich mich nach einem Vortrag von Paul Westrich im Botanischen Garten den Wildbienen zu.

Ich bohrte in Hartholzscheite Löcher von 2-10 mm (sauber bohren!) und hängte diese auf, vor Regen und allzu starker Sonne geschützt.

Bohrungen für Nisthilfe  Schwegler-Schilfkasten

Hier sehen Sie Bohrungen im Hartholz und einen Nistkasten mit Schilfhalmen (Fotos Paul Westrich).

Wichtig ist auch, dass für die Wildbienen das richtige Nahrungsangebot bereit steht. Sie mögen Glockenblumen, Löwenzahn, Beinwell, Zwiebelgewächse und Heilkräuter, also alles, was auf Balkons wächst oder in naturbelassenen Gärten von alleine kommt. Freunde in der Maxvorstadt, die eine Hinterhofschreinerei betreiben, bauten Nisthilfen für ihren Hof und siehe da, nach wenigen Tagen kamen die ersten Bewohner, luden Pollen und Honig ab (das gibt es auch in der Stadt), legten Eier und verdeckelten die Röhren bis nächstes Jahr.

Wespen (und andere) füttern

Hauptschulblues füttert Wespen.

Er sitzt mit dem Kater in der Morgensonne vor der Haustüre, der Kater verdaut sein Frühstück, Herr Hauptschulblues trinkt eine Tasse Kaffee und löst das tägliche SZ-Sudoku.

Nebenan, um ein weißes Tellerchen, schwirren Wespen. Auf dem Tellerchen liegt ein Stück rohes Fleisch.

Die Wespen mögen aber auch Fisch:

Es kommen natürlich auch verschiedene Fliegen, die an diesem Angebot teilnehmen. Hauptschulblues hat auch Bienenfutter (aus Staubzucker und Honig) geknetet. Das lieben die jungen Hornissen; sie gehen nicht ans Fleisch oder an den Fisch.

Und über Nacht kommen viele kleine Ameisen und fressen die Zucker-Honig-Mischung auf.

Der Kater findet das ganze übrigens blöd, genauso wie die abendliche Igelfütterung, und wendet sich indigniert ab. Er möchte immer im Mittelpunkt sein.

Muss ihm Hauptschulblues erklären, warum er das macht?

Ein Blog über Wildbienen(fütterung) folgt.

Nur noch kompetenzorientiert lernen

Früher, bis vor wenigen Jahren, lernten SchülerInnen Inhalte. Wenn sie dann Glück hatten, durften sie in einem Projekt oder an Projekttagen das Gelernte anwenden, ausprobieren, allein oder in Gruppen, hinterher darüber reden.

In Benjamin Blooms „Taxonomie der Lernziele“ (50er Jahre, die ein paar Generationen von Lehrkräften sich einverleibten und danach unterrichteten), ging es um

  1. Wissen
  2. Verstehen
  3. Anwenden
  4. Analyse
  5. Synthese
  6. Evaluation.

Ganz langsam schlich sich dann in die Lehrpläne der Begriff „Kompetenz“ ein. Klafki meinte in den 1960ern damit die Fähigkeit und Fertigkeit, auf bestimmten Wissensgebieten Probleme zu lösen, sowie die Bereitschaft, dies auch zu tun. Inhalte, Wissen, waren aber noch enorm wichtig.

Seit Pisa 2000/01 gewinnt der Kompetenzbegriff in den Schulen bzw. Lehrplänen zunehmend an Bedeutung. Nicht mehr abrufbares Wissen ist gefragt, sondern „Kompetenz“:  Lesekompetenz oder mathematische oder naturwissenschaftliche Kompetenz oder Medienkompetenz, die Anwendung bestimmter Techniken.

Bildergebnis für kompetenzorientiert lernen

Und so wischen wir weiter auf unseren Telefoninos, ohne zu wissen, wie sie funktionieren und was dahinter steckt.

Schülerboom? Na, dann Lehramt studieren!

Die Bertelmann-Stiftung prognostiziert in ihrer neuesten Studie einen enormen Zuwachs an SchülerInnen bis zum Jahr 2025. Bislang ging die Politik von sinkenden Zahlen aus, aber jede/r, der/die beobachten und denken kann, ist nicht von den neuen Ergebnissen überrascht.

Deutschlands Schulen vor Schüler-Boom - jetzt handeln!"

Das Straßenbild: So viele Kinderwägen und schwangere junge Frauen wie zur Zeit gab es schon lange nicht mehr.

Flüchtlingskinder: Die sind da und wollen auch unterrichtet werden.

Allein in Berlin werden bis 2015 24000 Grundschullehrkräfte benötigt.

Na denn. Dann können die Länder ja an die Arbeit gehen und Schulhäuser sanieren oder bauen und die jungen GymnasialabsolventInnen wissen, wo es sichere Jobs gibt.

Bildung Bildung

Schüler ohne Abschlüsse – Zahlen wieder steigend

47.435 Jugendliche verließen im Jahr 2015 ihre Schule ohne Hauptschulabschluss. Laut Caritas-Bildungsstudie 2017 stieg die Quote bundesweit von 5,7 auf 5,9 Prozent. Bei SchülerInnen mit Migrationshintergrund ist jede/r Achte betroffen, die Quote ist 12,9 %. Eine qualifizierte Berufsausbildung und das Führen eines selbstbestimmten Lebens für diese jungen Leute ist äußerst schwierig.

Wie funktioniert es in Gegenden, in denen die Werte besser sind? Aus der Studie:

Anders ist das in den erfolgreichen Kreisen. Dort kooperieren Schulamt, Jugendamt oder Rathaus miteinander und mit vielen anderen Akteuren. Es gibt eine Stelle, die die Vernetzung koordiniert und den regelmäßigen Austausch und die Netzwerkbildung der unterschiedlichen Akteure ermöglicht. Dazu gehören neben Stiftungen, Verbänden, Vereinen und der freien Wohlfahrtspflege auch Jobcenter, Unternehmen sowie Industrie- und Handelskammern.
Das eröffnet jungen Menschen neue Perspektiven, weil Wissen ausgetauscht wird, Förderangebote gemeinsam und passgenau entwickelt werden. Durch die Kooperation mit Unternehmen können oft Praktika vermittelt und zielgerichtetes Lernen angeregt werden.

Die Bertelsmannstiftung wies Anfang März auch auf die hohe Abbrecherquote hin, vor allem bei Jugendlichen mit Migrationshintergrund.

Werden eigentlich die Zahlen der Abbrecher von Realschulen, Gymnasien, FOS und BOS irgendwo erfasst? Das würde mich interessieren.

Schulleitungen von Volksschulen arbeiten am oberen Limit

Das schreibt heute die Süddeutsche Zeitung.

Da ist es kein Wunder, dass viele Stellen unbesetzt bleiben oder sich Menschen auf Leitungspositionen bewerben, die ohnehin mit Qualität in der Schule wenig am Hut haben, die nur darauf achten, dass der Laden möglichst reibungsfrei läuft.

Ich hatte zu meiner Zeit beispielsweise 17 Stunden Unterricht bei 11 Leitungsstunden. StellvertreterInnen, die ja überall außer bei Beurteilungen mitarbeiten sollen, werden normalerweise mit 2 Anrechnungsstunden abgespeist.

Mittlerweile gibt es in den Grund- und Mittelschulen die Ebene der „erweiterten Schulleitung“, was aber reine Augenwischerei ist. Für diese Tätigkeit sind keine Anrechnungsstunden vorgesehen, was heißt, dass die Motivation, die Schulleitung zu unterstützen, relativ gering ist.

2012 hatte ein Schulleiterin aus Schwaben ihren Job mit großem Medienecho hingeworfen. Eine Reaktion der Politik erfolgte nicht.